Keine Transparenz über Killerkeime

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Presseerklärung der Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss

„Jährlich sterben in Deutschland geschätzt 30.000 Menschen an so genannten „Krankenhauskeimen“
(nosokomialen Infektionen). Viele dieser Todesfälle wären durch
mehr Qualitätssicherung vermeidbar. Das beauftragte wissenschaftliche Institut fand
aber heraus, dass beim Auftrag des G-BA nur 0,5% der Infektionen erfasst würden.
Heute scheiterte die Patientenvertretung mit ihrem Antrag, diesen Fehler zu beheben
und baldmöglichst Transparenz über die Krankenhaushygiene zu schaffen. Schon das
Thema öffentlich zu beraten, wurde auf Antrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft
verhindert….“

One Response to “Keine Transparenz über Killerkeime”

  • Schmitz:

    Meine Mutter hat innerhalb weniger Tage im Krankenhaus den Noro-Virus (von 8 Krankenzimmern waren 6 betroffen!!) bekommen und sich anschließend MRSA eingefangen. Krankenhaushygiene läßt zu wünschen übrig. Meine Mutter lag in einem Zeitraum von 8 Wochen in 4 versch. Krankenhäusern. Es sind Dinge geschehen, die man nicht verstehen kann: Vertauschen von Zahnbürsten, Vertauschen ganzer Gebisse, keine tägliche Pflege der Zähne oder nur unter Wasser abgespült ohne Reiniger, Vertauschen der Wäsche. Da es sich um Stationen mit älteren Menschen handelte, mußte vielen Patienten beim An- und Auskleiden und beim Toilettenstuhl geholfen werden. Zwischendurch wurden weder Handschuhe gewechselt, noch Hände gewaschen, es ging gleich zum nächsten Patienten über. Beim Tablettengeben kamen Schwestern mit dem Speichel einer Patientin in Berührung und gaben gleich dem nächsten auch mit der gleichen Hand die Tabletten.
    Auf Besucherstühle kann man sich im Krankenhaus schon gar nicht setzten. Patienten mit Blasenschwäche werden auf diese gesetzt, feuchte Stühle nicht einmal hinterher abgewischt, geschweige denn gereinigt.
    Kein Wunder, dass sich Keime und Bakterien in Krankenhäusern so schnell verbreiten. Es wird auch nicht alles dokumentiert, damit diese Dinge nur nicht auffällig werden. Z. B. der MRSA ist von meiner Mutter von einer Klinik in die andere mitgenommen worden. Auf Nachfrage in der Vorklinik ist natürlich dort kein Fall auf der Station mit MRSA gewesen. Unvorstellbar.
    Eine ganz wichtige Sache wäre, wenn Patienten vor der Entlassung nochmals auf Keime gründlich untersucht würden. Denn die Keime können so weiter in Arztpraxen, Krankennachsorgestellen usw. verbreitet werden.
    Meine Mutter ist im letzten Krankenhaus an einer Lugenentzündung verstorben.

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